Das 3×5 der Kommunikationsautomatisierung Teil 2/4

“Das 3×5 der Kommunikationsautomatisierung” 

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5 Learnings aus meiner Praxis

Im ersten Punkt des 3×5 der Automatisierung sprach ich folgende 5 learnings an, die ich bei der Arbeit mit Kunden beobachten musste.

  1. Webseite fehlt der „Call To Action“
  2. Fehlende Präsenz (kein Flirt)
  3. Aufwand unterschätzen und speed of implemenation
  4. Shiny Objects
  5. Zweitklassige Tools

Alle diese Faktoren führen schlussendlich dazu, dass ein Projekt diesen Ausmaßes zum Scheitern verurteilt ist.
Lassen Sie mich deshalb heute ein kleines Stückchen tiefer in diese Themen einsteigen.

1.  Webseite fehlt der „Call To Action“

 Jeder Button und jede Anweisung etwas zu tun ist ein Call-to-Action. Auf deutsch könnte man es als Aufforderung zur Handlung übersetzen. Wenn Menschen im Internet surfen, brauchen sie Call-to-Actions. (Quelle: https://videorhetorik.de/klare-call-to-action/)

Ihre Webseite, so sie gut suchmaschinenoptimiert ist, auch in google business eingetragen ist (und natürlich noch viel mehr) , ist oftmals der erste Kontakt zu Ihrem Interessenten. Hier entscheidet sich, “ob man sich wieder sieht” und beim Fehlen der klaren Aufforderung in Kontakt zu bleiben und den Webseitenbesucher (dringlich)hierzu aufzufordern, weil er sonst etwas tolles verpasst, das ist der Call to to Action. Das kann ein Gutschein sein, eine kostenfreie Beratungssitzung oder auch eine email Serie. Seit in Kraft treten der DGVO sollte man nicht mit dem eBook winken. Der Tausch Produkt gegen Adresse ist nun nicht mehr erlaubt.

Im Screenshot sehen Sie meinen call to action auf kommunikationsautomatisierung.info. Ein kleines Einführungsvideo, von mir selbst gesprochen, verweist auf eine optin Box, die im Laufe “meiner Ansprache” aufgeht und dazu einlädt, sich meine beste Kampagne zu holen. Schauen Sie auf www.onlinevertreter.de  wenn Sie diese Art CTA , interessiert.

Übrigens: Auf meiner Webseite www.hashimoto-versehen.de/blog nutze ich nur die Exit Box, um meinem Leser 11 Tipps anzubieten und da ich diese Box natürlich separat tagge ( verfolge) weiß ich, dass mehr als 30% meiner OptIns genau auf dieses Element reagiert haben.

 2. Fehlende Präsenz (kein Flirt)

Doch egal wie gut die Inhalte der Webseite strukturiert sind und egal, ob der Inhalt lesenswert ist oder nicht, fehlt der Flirt, fühlt sich der Kunde nicht persönlich angesprochen, dann nützt mir das schönste Design nichts und auch der beste call to action nicht, der Interessent wird meine Seite schnell wieder verlassen und mich noch schneller vergessen. Machen Sie es dem Besucher  schwer zu gehen, bieten Sie ihm nicht nur wertvolle Inhalte sondern auch Ihre Persönlichkeit. Dann spürt der Interessent, dass Sie mit Leib und Seele hinter Ihren Produkten und Dienstleistungen sehen, er spürt den Spirit Ihres Unternehmens und er bekommt Geschmack daran, mehr über Sie und Ihre Firma zu erfahren.

3. Den Aufwand unterschätzen

Generell lässt sich sagen, dass kleinere und mittlere Unternehmen den Aufwand unterschätzen, den ein Automatisierungsprojekt mit sich bringt. Gewöhnlich ist es nicht damit getan eine Idee davon zu haben, was man alles automatisieren kann und will.
– Im ersten Schritt, während der Analyse der Geschäftsprozesse finden sich zunächst Unmengen an Ideen, was man alles tun könnte.
– Im nächsten Schritt geht es darum, die Informationen zu clustern, die sich immer wieder wiederholen. Hier wird es nun schon deutlich aufwendiger. Das Zusammentragen dieser Informationen dauert meist einen Moment, je nachdem, wie viele Menschen an der Umsetzung beteiligt sind.
– Sind wir uns nun also über das Design unserer Kampagnen(strukturen) im Klaren, geht es nun im nächsten Schritt an die Umsetzung. Zunächst fällen Sie nun die Entscheidung, ob Sie die Umsetzung selbst vornehmen wollen und können oder ob Sie eine full service Agentur beschäftigen.

Und hier beginnt für viele das Scheitern. Viele kleine Handgriffe müssen getan werden. Die entsprechenden Mitarbeiter müssen geschult sein, um alles umsetzen zu können (ich empfehle die hausinterne Umsetzung, dann gehen weitere Projekte viel leichter). Auch wenn Sie eine full service Agentur beschäftigen (planen Sie dann ein kleines Vermögen für die Umsetzung ein) müssen Sie immer wieder zur Verfügung stehen, Inhalte liefern, Fragen beantworten und das, möglichst zeitnah.

Allein diese kleine Informationskampagne, die Sie gerade lesen,  zu erstellen hat mich fast eine Woche beschäftigt.
Denn während der Umsetzung kommen die Herausforderungen. Man merkt, die Struktur war nicht so gut und ändert, man stößt auf technische Probleme und am Ende des Tages hat man nach vielen Stunden hochkonzentrierten  Arbeiten, das Gefühl, nichts geschafft zu haben.

4. shiny objects und speed of implementation

Nun da, wir mitten in der Implementierungsphase stecken und hochkonzentriert arbeiten müssten, haben wir sicherlich trotzdem noch etwas mehr zu tun. Das Daily Business wartet nicht …richtig?
Shiny objects ist ein Begriff den ich zum ersten Mal von Mario Wolosz, dem Gründer von KlickTipp gehört habe.
Es sind die kleinen Verführungen des Alltags, Facebook, Whatsapp, Email, Telefon, skype … all diese Beschäftigungen reißen uns aus dem Flow und wir kommen nur ganz schwer wieder rein.
In der Arbeit mit Teams habe ich deshalb die “Rote Hand” eingeführt. Immer mindestens einer Team darf die Rote Hand auf seinem Tisch stehen haben. Das ist der Kollege(in), der jetzt konzentriert 2 Stunden am Stück arbeitet; ohne email, ohne Skype, Telefon usw. Die anderen Kollegen übernehmen für ihn und sorgen dafür, das er seine Ruhe hat. Das ist ein rotierendes System.
So stimmt am Ende des Tages das output und die Kollegen sind ein bisschen mehr zufrieden als sonst. Ich selbst nutze diese Technik auch für mich. Sollte ich mich doch einmal ablenken lassen, dann habe ich kein schlechtes Gewissen sondern ich mache einen ausgiebigen Spaziergang, blase sozusagen mein Gehirn mit frischem Sauerstoff frei und anschließend habe ich meine Kraft und Ausgeglichenheit zurück, um die Automatisierung voran zu treiben. Falls Sie es noch nie probiert haben, dann tun Sie das mal – Sie werden staunen 😉

5. Zweitklassige Werkzeuge

Ich beschäftige mich nun schon 10 Jahre mit emailmarketing und Automatisierung und eines habe ich dabei gelernt, billige Tools SIND auch billig. Oft können Sie nicht das, was man gerade braucht und wenn man einen neuen Anbieter sucht, verliert man schlimmstenfalls alle seine Daten.
Besonders seit Inkrafttreten der DSGVO lohnt es sich, ein zweites Mal und noch genauer hinzusehen. Wo wird gehostet, wo werden Daten ausgetauscht, wohin fließen die Daten und wo lagern Sie. Bieten mir diese Tools alles, was ich für die DSGVO brauche? Kann ich auf Knopfdruck alle gespeicherten Daten eines Interessenten bereit stellen? Wann er sich wie eigetragen hat zum Beispiel? Fordern Sie doch einmal diese Daten mit dem Link im Footer meiner emails ab. Das passiert alles v o l l a u t o m a t i s c h . Ich fasse dafür nichts an. Alle Anbieter, die Schnittstellen mit KlickTipp (meinem Tool der Wahl) haben, wurden bereits von KlickTipp hinsichtlich der DSGVO geprüft.

 

Alle Anbieter, die ich Ihnen  in meinem 2en Block zusammen gestellt habe, haben Schnittstellen (Vollintegrationen) an KlickTipp. Daten können ausgetauscht werden und fließen hin und her.
Allesamt sind es erstklassige Tools, mit deren Hilfe ich meinem Interessenten und Kunden vollautomatisiert erstklassige und ausschließlich relevante Informationen bereit stellen kann.

 

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